DAVID GRIMAUD

Nach seinem Engagement im Jungen Theater Heidelberg und Tourneen entschied sich der Künstler als freischaffender Schauspieler und Regisseur eine neue Richtung einzuschlagen.

Seine Erfahrungen an verschiedenen Filmsets wie „Inglorious Basterds“ von Quentin Tarantino oder „Carlos, der Schakal“ von Olivier Assayas, gaben ihm die Impulse, um auch eigene Filmarbeiten zu entwickeln und zeigen das Spektrum, in dem er sich bewegt.

Im Alten Rathaus präsentiert der Kunstrasen „Walli“, eine Kurzfilm Reihe.

STORIES – Buch1 – WALLI

Anfang der 1980er Jahre beschließen die zwei Freunde Walli und Alla, den Rucksack zu packen und eine Reise durch Europa zu starten. Mit dem Flugzeug soll es zuerst nach Osteuropa gehen und von dort aus mit Interrail nach Italien.

Bis dahin klingt der Beginn der Geschichte von Walli banal. Der Unterschied zu anderen Jugendlichen mit dem gleichen freiheitlichen Plan ist folgender: Die beiden Freunde verbringen in Italien eine entspannte Zeit bis ihre Pässe ablaufen. Sie müssen sich ein neues Visum in der Botschaft holen. Mittlerweile ist der erste Golfkrieg ausgebrochen und die beiden möchten als Pazifisten den Militärdienst verweigern. Wenn sie die Botschaft betreten, liefern sie sich automatisch der Staatsgewalt aus.

Maria, die damalige Freundin von Alla, überredet die beiden Iraker, in die Schweiz zu reisen, um sich dort bei Amnesty International vorzustellen. Wallis Odysee beginnt. Wie ein Dopsball springt er jahrelang ohne gültige Papiere durch verschiedenste europäische Länder, bis ihn das Schicksal in den 90ern nach Heidelberg verschlägt.

2013 trifft er auf Regisseur David Grimaud, der Wallis Geschichte mit filmischen Mitteln festhält und Walli in einer Staffel die Geschichte erzählen lässt.

Geschichten von Menschen und Wahnsinn

Geschichten von Menschen und dem Wahnsinn um sie herum faszinieren David Grimaud. Nachhaltig beeindruckt arbeitete David Grimaud in den folgenden Jahren immer wieder mit dem aufgenommenen Material, um Walli ein Sprachrohr zu geben.

Bildnerisch sprechen Naturaufnahmen als Sinnbilder für Stimmungen und transportieren Unausgesprochenes. Sie zeigen die Handschrift des Regisseurs, die er in Buchen auch in seinem Film „Fernand Semma-Die Stille ist der Unruhe Herr“ präsentierte.

kunstrasen PRÄSENTIERT David Grimaud: Walli (Film) im Alten Rathaus

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