ARMAND WARIN

In den 60er Jahren Studium auf Reisen

Armand Warin verbrachte seine Lehrjahre nur kurz an einer Kunsthochschule. Im Jahr 1962 erschien ihm das Studium an der l’Ecole des Beaux-Arts in Lyon zu verstaubt und er beschloss auf Reisen zu gehen, auf denen er seinen künstlerischen Stil suchte und formte.

In den Sechziger Jahren unterwegs in Europa, Asien und Afrika, arbeitet Warin seit 1968 als Innenarchitekt zunächst lange Zeit in Paris bis es ihn 1985 nach Deutschland verschlägt, wo er die föderalistischen Strukturen der Kunstförderung schätzt. Dagegen ist das Kunstleben in der französischen Hauptstadt hoffnungslos zentralistisch überlastet und erschöpft.

 

Seit 1985 in Deutschland

Er beschließt in Deutschland als Maler zu leben und zu arbeiten. Die Anfangsjahre verbringt er in der kunstoffenen Stadt Sinsheim und in der Heidelberger Gegend. Im Jahr der documenta 8 1987 mischt er sich in Kassel in das rege Kunstgeschehen und knüpft Kontakte. Danach arbeitet er wieder einige Jahre in Paris – nun als Maler mit zahlreichen Auftraggebern.

Seit Anfang der 90er Jahre lebt der Maler Armand Warin seitdem in Deutschland, zunächst in Frankfurt, dann erneut in Sinsheim  – und nun bereits seit 10 Jahren in Seckach bei Buchen im Odenwald, wo er seine eigene Galerie mit Atelier betreibt. Hier hat er seine „Warin-Technik“ weiterentwickelt und perfektionisiert.

Vom Aquarell zur Abstraktion

Vor über 30 Jahren beginnt er mit der Aquarell Malerei. In seiner Anfangszeit in Deutschland verdient er als Straßencafé Künstler sein Geld mit kleinformatigen Werken, bis mehr und mehr Kunstliebhaber sich für seine Sachen interessierten. Nach einigen Ausstellungen und Erfahrungen in der Kunstwelt, beschließt Armand Warin, sich ganz der Abstraktion zu widmen, wofür er über fünf Jahre den Gegenstand studiert.

In den 90er Jahren forscht und experimentiert er mit Farbmitteln und neuen Farbtechniken zur ästhetisch anspruchsvollen Oberflächenbearbeitung und künstlerischen Raumgestaltung. Beeinflusst durch seine Zeit als Innenarchitekt ist er überzeugt, dass Inneneinrichtung kunstvoll sein kann.

Das Jahr 1996 bringt für ihn die vollkommene Hinwendung zur abstrakten Malerei. Er entwickelt die „Warin-Technik“: Dabei verschmelzen Acryllack und Aluminium zu fluiden Farbreliefs, bei denen in den Verläufen organische-abstrakte Formen gegenständliche Bilder beim Betrachter hervorrufen.

Ausstellungen, Sammlungen, Buddy Bears

Mit der harten Arbeit und seinem eiserneren Willen kommen bald Erfolge: Galerien und Museen sowie größere Konzerne mit Kunstaffinität wollen Warin Kunstwerke für ihre Sammlungen.

Seine steigende Bekanntheit bringt Warin für sechs Jahre die prestigeträchtige Position des Repräsentanten des Kultur Attaché von Frankreich. Für die UNESCO Aktion „Buddy Bears“ gestaltet er den „französischen Bären“. Es folgen zahlreiche Aufträge in Deutschland und Frankreich.

 

 

 

 

Neue Schaffensphase

Seit Kurzem leitet der Maler eine neue Schaffensphase ein. Armand Warin wendet sich wieder der gegenständlichen Malerei zu. Seit einigen Monaten widmet er sich wieder dem Studium – nun, um das „Figürliche wieder zu lernen“ und kehrt zur Aquarell-Malerei zurück, die er mit seiner Warin-Technik bearbeit. Es entstehen reizvolle Kompositionen und besonders interessiert ihn dabei das Spannungsverhältnis zwischen Aquarell und Aluminium-Lack, „eine riskante, aber interessante Mischung“.

Zurück zum Figürlichen

In der Kunstrasen Gruppenausstellung am 7. Juli zeigt Armand Warin seine neuesten Werke. Zarte Aquarellschichten von Expressionistischer Farb- und Konturenführung vermengen mit den Farblack Lagen zur Bildeinheit: liquide Farbenphasen, -ströme und -rinnsale schmiegen sich um die Figuren, sind surreale Landschaft. Gesichtslose Gestalten bevölkern diese als Begleitung für die zentral ins Bild gesetzten Körperstudien.

kunstrasen PRÄSENTIERT Armand Warin im Eiermann-Saal

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